Die Jury 2019

Zur internationalen Jury des Leica Oskar Barnack Awards gehören in diesem Jahr:

Karin Rehn-Kaufmann

Karin Rehn-Kaufmann

Karin Rehn-Kaufmann, Art Director & Chief Representative Leica Galleries International (Österreich) 

Karin Rehn-Kaufmann, geboren 1957 in Freiburg, studierte nach ihrem Abitur Germanistik und Philosophie an der Universität Freiburg. Zusätzlich erlangte sie ihr Diplom an der Eurythmischen Hochschule in Stuttgart, wo sie anschließend von 1982 bis 1986 als Dozentin tätig war. Darüber hinaus absolvierte sie an der Fernuniversität Hagen ein Studium im Bereich Eventmanagement.

Nach dem Einstieg der Salzburger ACM Projektentwicklung GmbH bei der Leica Camera AG im Jahr 2005, mündete ihre langjährige Fotografie-Leidenschaft 2008 in der Eröffnung der Leica Galerie in Salzburg.

Karin Rehn-Kaufmann fungiert heute als Art Director & Chief Representative Leica Galleries International und leitet die insgesamt 21 Leica Galerien weltweit.

Sie kuratierte erfolgreich zahlreiche bedeutende Fotoausstellungen wie etwa das Projekt „Chinaflug“ mit spektakulären Luftaufnahmen aus den 30er Jahren, das 2015 in der Chinesischen Botschaft Berlin sowie auf der „Photo Shanghai“ präsentiert wurde. Hinzu kommen Ausstellungskonzepte für die Leica Galerie im Rahmen der photokina 2012, 2014 und 2016, sowie die Ausstellung „10x10“ anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Leica Fotografie“ und „50 best for Leica“ – eine exklusive Sammlung der berühmtesten Aufnahmen des renommierten US-amerikanischen Magnum-Fotografen Elliott Erwitt.

Karin Rehn-Kaufmann ist seit 2008 Jurymitglied des Leica Oskar Barnack Awards und hat den renommierten Fotografiepreis maßgeblich mitgestaltet und weiterentwickelt. 

Max Pinckers

Max Pinckers

Fotograf & Preisträger LOBA 2018 (Belgien)

Der belgische Fotograf, 1988 in Brüssel geboren, erforscht in seinen Arbeiten die Strategien visuellen Erzählens in der Dokumentarfotografie. Er hat von 2008 bis 2012 an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Gent studiert und seither vier Bücher veröffentlicht und vielfach national und international ausgestellt. Er hat den Verlag Lyre Press gegründet und war bereits 2016 mit der Serie „Two Kinds of Memory and Memory Itself“ LOBA-Finalist.

Milena Carstens

Milena Carstens

Leitung Fotoredaktion ZEITmagazin (Deutschland)

Milena Carstens leitet die Bildredaktion des ZEITmagazin. Nach ihrem Abschluss in Fotografie an der Fachhochschule Bielefeld hat Milena als Bildredakteurin für zahlreiche Projekte und Zeitschriften gearbeitet. Als Galeriemanagerin von Robert Morat’s Showroom betreute sie von 2010 bis 2012 die Berliner Dependance. Seit 2012 arbeitet sie beim ZEITmagazin als Bildredakteurin und seit 2014 in der Position der Bildchefin.

Enrico Stefanelli

Enrico Stefanelli

Direktor Photolux Festival

Enrico Stefanelli ist Fotograf, Journalist und Kurator und leitet zudem Fotografieworkshops. Er ist Gründer und künstlerischer Leiter des Photolux Festival, der Biennale für Fotografie in Lucca. Enrico Stefanelli hat zahlreiche Ausstellungen kuratiert, darunter „Cadets“ von Paolo Verzone für Les Rencontres de la Photographie in Arles.

Er war als Experte für Portfolioreviews bei Les Rencontres d’Arles, dem Santa Fe Photo Festival, dem Kaunas Festival, Eyes in Progress, dem Fotofestiwal Łódź, dem 16. China International Photographic Art Festival, Fotografia Europea, dem Backlight Photo Festival, dem FotoFest in Houston, dem Auckland Festival of Photography und dem Festival de la Luz in Buenos Aires sowie im Center in Santa Fe tätig. Enrico Stefanelli war Jurymitglied bei dem Kaunas Festival, Lens Culture, dem Manuel Rivera-Ortiz Foundation Grant, den Lugano Photo Days, dem FOTODOC Center for Documentary Photography im Sacharow-Zentrum, Photolucida – Critical Mass, dem Gomma Grant, dem ArteLaguna Prize in Venedig und dem HeadOn Festival in Sydney. Bis 2018 gehörte er dem Nominierungskomitee für die Jopp Swart Masterclass bei der World Press Photo Foundation an. Enrico Stefanelli ist Mitglied des Nominierungskomitees für das Talentprogramm „6 x 6“ der World Press Photo Foundation.

Steve McCurry

Steve McCurry

Fotograf & Gründer ImagineAsia

Steve McCurry ist seit über drei Jahrzehnten eine der bekanntesten Stimmen in der modernen Fotografie. Sein Werk umfasst eine große Zahl von Magazin- und Bucheinbänden, über ein Dutzend Bücher und zahllose Ausstellungen auf der ganzen Welt.
 
Geboren wurde McCurry in einem Vorort von Philadelphia, Pennsylvania. Im Anschluss an sein Studium der Filmwissenschaften an der Pennsylvania State University arbeitete er bei einer lokalen Zeitung. Nach mehreren Jahren selbständiger Tätigkeit reiste McCurry erstmals nach Indien, wo es ihn noch viele Male hinziehen sollte. Mit wenig mehr Gepäck als einer Tasche für Kleidung und einer zweiten für Filme bereiste er den Subkontinent, um das Land mit seiner Kamera zu erforschen.
 
Nachdem er mehrere Monate unterwegs war, überquerte er schließlich spontan die Grenze zu Pakistan. Dort traf er auf eine Gruppe von Flüchtlingen aus Afghanistan, die ihn über die Grenze in ihr Land schmuggelten, gerade zu der Zeit, als die einmarschierende russische Armee das Land für alle westlichen Journalisten abriegelte. Als er nach drei Wochen unter den Mudschahedin in traditionellem Gewand mit Vollbart und wettergegerbtem Gesicht wieder ausreiste, brachte McCurry der Welt die ersten Bilder von dem Konflikt in Afghanistan. Dadurch erreichte er, dass die Tragik dieses Kriegs auf jeder Titelseite durch Gesichter menschlicher Einzelschicksale begreifbar wurde.
 
Seither hat McCurry atemberaubende Bilder aus sechs Kontinenten in zahllosen Ländern eingefangen. Seine Arbeit umspannt Konflikte, verschwindende Kulturen und uralte Traditionen ebenso wie moderne Kultur, bewahrt sich dabei jedoch stets das menschliche Element, das sein unvergessliches Porträt des afghanischen Mädchens zu einem so ausdrucksstarken Bild machte.
 
McCurry wurde mit einigen der renommiertesten Auszeichnungen der Branche gewürdigt, wie unter anderem der Robert Capa Goldmedaille, dem National Press Photographers Award und bis dahin unerreichten vier ersten Preisen bei dem Wettbewerb World Press Photo. Darüber hinaus wurde McCurry vom französischen Kulturminister zum Ritter des Ordens der Künste und der Literatur ernannt und vor Kurzem von der Royal Photographic Society in London mit der „Centenary Medal for Lifetime Achievement“ ausgezeichnet.
 
Daneben hat McCurry seit 1985 bis heute zahlreiche Bildbände veröffentlicht.

Porträt: © Bruno Barbey