Behind the Scenes: die LOBA-Jury 2025
Auch in diesem Jahr wird es wieder spannend zu sehen, wer die LOBA-Auszeichnungen in der Haupt- und der Newcomer-Kategorie gewonnen hat. Am 29. April traf sich die diesjährige Jury, diskutierte und entschied über die Shortlist- und Gewinnerserien. Erste Einblicke in das Treffen der fünf Jurymitglieder geben die Bilder und der Film, die wir hier präsentieren.
Bis zum 9. Oktober steigt die Spannung – an diesem Abend wird im Rahmen eines feierlichen Festakts bekanntgegeben, welche Serien und welche Fotografinnen oder Fotografen mit dem LOBA 2025 ausgezeichnet werden. Bis dahin lassen sich auf der LOBA-Website alle Serien näher entdecken. Es ist bereits die 45. Folge des LOBA, der seit 1980 kontinuierlich verliehen wird. In diesem Jahr ist der LOBA ein weiterer Höhepunkt in der Eventabfolge des Leica Jubiläumsjahres, in dem unter dem Motto „100 Jahre Leica: Zeugin eines Jahrhunderts“ die Geschichte der Leica gefeiert wird.
Rund 120 Expertinnen und Experten der internationalen Fotografieszene aus rund 50 Ländern hatten bis in den April ihre Vorschläge für den LOBA 2025 eingereicht. Aus dem reichen Bewerberfeld konnte die Jury ihre Favoriten auswählen. Diesmal gehörten der Jury an: Jane Evelyn Atwood, Fotografin und LOBA-Gewinnerin 1997 (USA/Frankreich), Cyril Drouhet, Stellvertretender Direktor für Fotografie, Le Figaro Magazine (Frankreich), Felix Hoffmann, Künstlerischer Leiter des Foto Arsenal Wien (Österreich), Curt Holtz, Chefredakteur für Fotografie und Architektur bei Prestel Publishing (Deutschland), und – wie in jedem Jahr – Karin Rehn-Kaufmann, Art Director und Generalbevollmächtigte der Leica Galerien International, Österreich.
„Die diesjährige Jury des Leica Oskar Barnack Awards hat mit großer Aufmerksamkeit und einem Verständnis für die gesellschaftliche Kraft der Fotografie entschieden“, lautet die zusammenfassende Einschätzung von Karin Rehn-Kaufmann. Zuvor hatte es wieder intensive Diskussionen über die einzelnen eingereichten Serien gegeben.
„Die Atmosphäre im Leitz-Park war inspirierend – ein Ort, der Kreativität fördert und den Austausch auf hohem Niveau ermöglicht“, ist die Einschätzung von Felix Hoffmann, der hervorhebt, wie stark „die Stimmung während der Juryarbeit von Respekt, Offenheit,
Neugier und produktiven Diskussionen geprägt war. Ich habe die Zusammenarbeit mit den anderen Jurymitgliedern als äußerst bereichernd empfunden – man spürte eine gemeinsame Leidenschaft für die Fotografie.“
Dieser Einschätzung stimmen auch Jane Evelyn Atwood und Curt Holtz zu: Die Jurysitzung war „sehr angenehm und freundlich – mit wunderbaren Leuten“, so Atwood. Und Holtz ergänzt die Frage nach der Stimmung während der Jurysitzung mit der Antwort: „Ausgezeichnet. Das Team war gut zusammengestellt mit Experten aus allen Bereichen der Fotografie: Buchverlage, Zeitschriftenverlage, Museumskuratoren und ein Fotograf zusammen mit Karin Kaufmann und dem Leica Team. Die Vorbereitungen für das Treffen waren effizient und professionell. Der Rahmen im Leitz-Park war natürlich außergewöhnlich.“
Wer nun gewonnen hat? Bis zum 9. Oktober müssen wir noch warten. Aber eines steht bereits wieder fest: Der LOBA „ist ein sehr wichtiger Preis, der von einem angesehenen Unternehmen vergeben wird, und jeder weiß, dass es sich um eine hochkarätige, erstklassige Auszeichnung handelt, und dass es toll für dich ist, wenn du das Glück hast und gut genug bist, sie zu bekommen. Er verschafft dir Aufmerksamkeit, und die Leute sehen deine Arbeit wahrscheinlich mit anderen Augen, wenn du den LOBA gewonnen hast“, berichtet Atwood aus eigener Erfahrung als LOBA-Gewinnerin von 1997.
„In der internationalen Fotoszene ist der LOBA ein fester Referenzpunkt geworden – er steht für Qualität, Vielfalt und gesellschaftliche Relevanz“, so Hoffmann. Auch in diesem Jahr war die Qualität der eingereichten Fotografien außergewöhnlich, was sich an allen zwölf Serien ablesen lässt. Es war daher nicht einfach, die beiden Gewinnerserien auszuwählen, „aber genau das spricht für die hohe Qualität der Einsendungen. Es gab viele herausragende Beiträge – die Auswahl war eine Herausforderung, aber auch ein Privileg“, sagt Hoffmann stellvertretend für die gesamte Jury. „Nach intensiven Diskussionen sind wir zu einem starken, stimmigen Ergebnis gekommen, das die Bandbreite des Wettbewerbs widerspiegelt.“