Ralph Gibson

Fotograf (USA)

Ralph Gibson wurde 1939 in Hollywood geboren. Sein Vater war Regieassistent bei Alfred Hitchcock und bereits als kleiner Junge besuchte Gibson Filmsets. Während seiner Zeit bei der US-Marine studierte er Fotografie und setzte sein Studium später am San Francisco Art Institute fort. Er begann seine berufliche Laufbahn als Assistent von Dorothea Lange und arbeitete anschließend mit Robert Frank an zwei Filmen. Gibson hat sich eine lebenslange Faszination für Bücher und das Büchermachen bewahrt. Seit dem Erscheinen von „The Somnambulist“ im Jahr 1970 verlagerte sich seine Arbeit immer weiter auf die gedruckte Seite. Bis heute ist sein Werk in über 40 Monografien veröffentlicht. Seine Arbeiten sind in über 180 Museumssammlungen auf der ganzen Welt vertreten und wurden in Hunderten in Einzelausstellungen präsentiert.

Zu Gibsons Auszeichnungen zählen Stipendien der John Simon Guggenheim Foundation und des National Endowment for the Arts, die Leica Medal of Excellence, der Lucie Lifetime Award und der Silver Plumb Award. Er ist Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres von Frankreich und hält Ehrendoktorwürden der University of Maryland und der Ohio Wesleyan University. Im Juni 2018 wurde er zum Chevalier der französischen Ehrenlegion ernannt.

Im Jahr 2010 arbeitete er mit Lou Reed an dem Film „Red Shirley“, der auf 14 Filmfestivals in Europa und Nordamerika gezeigt wurde. Im Jahr 2013 unterstützte er eine limitierte Auflage der Leica M Monochrom, die seine Unterschrift auf der Deckplatte trägt. Seit seinen frühen Teenagerjahren ist Gibson auch leidenschaftlicher Gitarrist. In letzter Zeit hat er seine Fotografien und musikalischen Kompositionen in Filme und Live Performances integriert.

Porträt: © Luiz Marinho