Der Leica Oskar Barnack Award 2026

Auch in diesem Jahr wird der weltweit hochgeachtete Fotografiepreis mit der Präsentation aktueller Bildserien ein spannendes und wichtiges Statement zur Rolle und Bedeutung der Fotografie der Gegenwart abgeben und ausgewählte Fotoserien internationaler Fotografinnen und Fotografen prämieren. In diesem Jahr geht der LOBA in seine 46. Runde.

Wie in den letzten Jahren haben auch 2026 wieder mehr als 130 Fotografieexpertinnen und -experten aus 48 Ländern ihre Vorschläge eingereicht. Die Nominatorinnen und Nominatoren haben auf der Grundlage persönlicher Expertise und Erfahrung bis zu drei Fotoserien ausgewählt, jeweils mit einem Umfang von 15 bis 20 Aufnahmen. Die Voraussetzung für eine Nominierung beim Leica Oskar Barnack Award besteht darin, dass es sich bei den Fotografien um dokumentarische oder konzeptionell-künstlerische Arbeiten handelt, die sich mit der Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt auseinandersetzen. Diese humanistische Konstante begleitet den LOBA seit der ersten Ausschreibung im Jahr 1979. In jenem Jahr wäre Oskar Barnack, der Namensgeber des Wettbewerbs und Entwickler der Ur-Leica, 100 Jahre alt geworden.

Zu den Nominatoren 2026

Der Leica Oskar Barnack Award Newcomer, der seit 2009 die Hauptkategorie ergänzt und Fotografinnen und Fotografen unter 30 Jahren auszeichnet, wird wieder in Kooperation mit und durch die Vorschläge von 28 internationalen Institutionen und Hochschulen aus 18 Ländern bestimmt.

Eine besondere Neuerung im LOBA-Verfahren ist die neue Kategorie des LOBA Women Grant. Die Ausschreibung richtet sich an professionell arbeitende Fotografinnen ab einem Alter von 21 Jahren. Anders als bei den beiden bestehenden LOBA-Auszeichnungen gibt es keine Vorschlagsauswahl durch Nominierende, sondern der Wettbewerb wird durch freie Einreichungen mit einer aussagekräftigen Projektskizze der Bewerberinnen bestimmt. In der bereits abgeschlossenen Bewerbungsphase sind zahlreiche neue Vorhaben oder ein bereits laufendes Projekt für den LOBA Women Grant eingegangen. Die aktuelle LOBA-Jury wählt nun die Kandidatin aus – die Bekanntgabe erfolgt im Rahmen der LOBA-Preisverleihung 2026 – und ermöglicht die Fertigstellung bis zur nächsten LOBA-Runde im folgenden Jahr. Die Serie des LOBA Women Grant wird dann Teil der LOBA-Shortlist 2027 sein. Dotiert ist der LOBA Women Grant mit 10.000 Euro; zusätzlich erhält die ausgewählte Bewerberin eine Leica Q3 und wird während der Umsetzungs- und Produktionszeit fachlich begleitet

Zu dem LOBA Women Grant

Die Jury wird im Mai im Wetzlarer Hauptsitz der Leica Camera AG beraten und aus einer Shortlist von maximal zwölf Serien die LOBA-Gewinnerinnen oder -Gewinner der Haupt- und der Newcomer-Kategorie bestimmen. Zusätzlich wird auch die Gewinnerin des erstmals ausgeschriebenen LOBA Women Grant benannt, dessen Ergebnis allerdings erst im nächsten Jahr präsentiert wird.

Zur Jury 2026

In den kommenden Sommermonaten werden die Serien aller Shortlist-Kandidaten auf der LOBA-Website präsentiert. Die Bekanntgabe und die feierliche Verleihung der Preise an die Gewinnerinnen oder Gewinner beider Kategorien erfolgt schließlich im Oktober 2026 in Wetzlar.

Das Renommee des LOBA ist stetig gewachsen, und auch mit seiner finanziellen Ausstattung zählt er zu den wichtigen internationalen fotografischen Auszeichnungen. Der Hauptpreis ist mit 40.000 Euro und einer Leica Kameraausrüstung im Wert von 10.000 Euro dotiert, der Newcomer erhält 10.000 Euro und eine Leica Q3. Zudem werden die Gewinnerserien gemeinsam mit der LOBA-Shortlist im Rahmen einer Wanderausstellung zur Preisverleihung erstmals im Oktober im Ernst Leitz Museum Wetzlar präsentiert. Danach werden die Serien weltweit in Leica Galerien sowie auf ausgewählten Fotofestivals zu sehen sein.
Ausführlich vorgestellt werden die Serien der beiden Gewinnerinnen oder Gewinner und aller Shortlist-Kandidaten und -Kandidatinnen außerdem im begleitenden Katalogbuch.