Der Prozess
Der LOBA Women Grant richtet sich an professionell arbeitende Fotografinnen ab einem Alter von 21 Jahren. Anders als bei den beiden bestehenden LOBA-Auszeichnungen gibt es derzeit keine Vorschlagsauswahl durch Nominierende, sondern der Wettbewerb wird durch freie Einreichungen der Bewerberinnen mit einer aussagekräftigen Projektskizze bestimmt. Die Fotografinnen können sich mit einem neuen Vorhaben oder einem bereits laufenden Projekt bewerben. Nach der Einreichungsphase wählt die jeweilige, jedes Jahr wechselnde LOBA-Jury die Kandidatin aus und ermöglicht die Fertigstellung bis zur nächsten LOBA-Runde im folgenden Jahr. Die Serie des LOBA Women Grant wird dann Teil der LOBA-Shortlist sein.
Dotiert ist der LOBA-Women Grant mit 10.000 Euro, zusätzlich erhält die ausgewählte Bewerberin eine Leica Q-Kamera und wird während der Umsetzungs- und Produktionszeit fachlich begleitet.
Die thematische Fokussierung ist offen, steht allerdings im Kontext der LOBA-Richtlinien, bei denen fotografische Serien ausgezeichnet werden, die die vielschichtige Beziehung zwischen Mensch und Umwelt in all ihren komplexen Facetten aufgreifen. „Neben der kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, ökologischen oder politischen Herausforderungen möchten wir Fotografinnen dazu ermutigen, insbesondere auch Projekte einzureichen, die hoffnungsvolle Perspektiven aufzeigen, inspirierende Lösungsansätze dokumentieren oder Wege des Wandels sichtbar machen. Serien, die Mut machen und positive Veränderungen beleuchten, sind ein ebenso wichtiger Teil des Diskurses und herzlich willkommen“, so Karin Rehn-Kaufmann, die als Art Director und Generalbevollmächtigte der Leica Galerien International den LOBA leitet.